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0Klares Wasser ist ein kostbares Gut.

Das habe ich im Vintschgau erlebt, einem Tal in Südtirol. Dort fallen wenige Niederschläge. So kamen die Bauern auf die Idee, Schmelzwasser aus den Bergen in ihr Tal zu leiten. Durch Holz- und

Steinrinnen wird das Wasser kilometerweit an den steilen Hängen entlanggeführt. Früher wurde per Los entschieden, wer zu welcher Tages- oder Nachtzeit an der Reihe war. Der durfte dann das Wasser durch Schleusen auf seine Felder leiten.

Es gibt viele Geschichten über Streiche und Streitigkeiten um das Wasser. Inzwischen wurde die Wasserknappheit im Vintschgau etwas entschärft. Es gibt einen Stausee und moderne wassersparende Sprenkleranlagen in den Apfelplantagen.


Doch die alten „Waal-Wege“ faszinieren auch heute noch. Wer sie entlangläuft, sieht, wie viel Mühe es kostet, sie zu errichten und zu pflegen.

Unzählige Rinnen und ausgehöhlte Baumstämme,

Steinmauern und Leitern wurden an den steilen Hängen verbaut. An dem Wasserrad auf

dem Bild ist ein Eisenstück befestigt. Nach jeder

Umdrehung schlägt es gegen eine Glocke,

die Waalschelle. Durch das gleichmäßige Anschlagen

wissen die Bauern auch von weitem, dass das

Wasser fließt.


Ohne Wasser kann kein Leben gedeihen, kein Tier, kein Mensch und auch keine Pflanze.

Wasser des Lebens – das ist ein Bild, das auch die Bibel an vielen Stellen aufgreift.

Dort heißt es zum Beispiel:

„Ich will dem Durstigen zu trinken geben aus der Quelle des Lebenswassers, umsonst.“


Das Wasser reicht für alle und stillt ihren Durst. Kein Streit, keine Hinterlist ist nötig. Wasser des Lebens – für alle genug. Ein wunderbares Bild!

Möge es uns anspornen, mit dem kostbaren Gut  Wasser sorgsam umzugehen, sodass auch bei unseren Kindern und Enkeln noch genug Wasser da ist – für alle.


Pfarrerin Cornelia Auers

Foto: Cornelia Auers

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Wasser des Lebens