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Liebe Leserin, lieber Leser!

Auf der dänischen Insel Bornholm gibt es eine große Straße. Sie heißt Segenvej.

Übersetzt bedeutet das: Segensweg.

Auf und ab geht dieser Segensweg. Durch dunkle Wälder mit wunderschönen Bäumen, vorbei an

goldgelben Weizenfeldern und kleinen Seen. Auf dem Segensweg wird man ein bisschen an den 23. Psalm

erinnert, finde ich.

Dort wird ja das Leben eines Menschen mit einem Weg durch die Natur verglichen. Auf diesem Segensweg befindet sich eine Busstation. Sie sehen ein Bild davon vorne auf unserem Gemeindebrief.

Auf Bornholm ändert sich das Wetter sehr schnell. Ab und an zieht ganz unerwartet ein heftiger Herbststurmauf.

Auch wir sind schon oft bei Gewitter und Regen dort in eine solche Busstation geflüchtet. Sie ist wie eine sichere Schutzhütte, in der man sich unterstellen kann. Schutz und Geborgenheit, das sind ja auch wichtige Aspekte des Segens. Und manchmal gibt es diese Momente, wo man innerlich Schutz sucht, wo

man auf den Segen Gottes wartet, wie in so einer Busstation. Wo man vielleicht auch mal länger wartet und den Segen Gottes nicht so recht sehen

und spüren kann.

Manchmal tut es dann gut, innezuhalten und sich an Gott und sein Versprechen zu erinnern. Wie in jedem

Gottesdienst, wo man innehält. Wo man die bekannten Worte aus der Bibel hört und für den Weg in die kommende Zeit gestärkt werden soll. Und jeder Gottesdienst endet deshalb ja auch mit dem Segen. Denn es tut gut, sich immer wieder zu

vergewissern, dass man noch auf dem Segensweg ist. Dass Gottes Segen und seine segnende Hand immer noch über mir sind.

Darum feiern wir auch Erntedank:

schauen, entdecken und danken für den Segen Gottes, den ich erlebt habe.


Ihre

Pfarrerin Sonja Dietel

Angedacht