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Buchbesprechungen:


  Der alte Schäfer

Ein namenloser Ich-Erzähler besucht seinen Großvater, der im Rollstuhl sitzt, im Altenheim.
Immer fürchtet er sich vor einem grimmigen alten Mann, der sprachlos in der Eingangshalle sitzt. Da erfährt er, dass Otto früher Schäfer war und bringt ihm sein Schaf auf Rollen mit. Der Junge, sein Großvater, aber auch die Pflegerin sind erstaunt über die Veränderung, die mit dem alten Schäfer geschieht. Als der Junge dafür sorgt, dass wirkliche Schafe auf dem Gelände des Altenheims angesiedelt werden und auch Otto für sie sorgen darf, ist der Wandel perfekt. Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte und lebt ganz von den beeindruckenden Bildern, die weit über die Wirklichkeit hinausgehen. Ein Augenschmaus für Jung und Alt.


  Wie Großvater schwimmen lernte

Ein kleines Mädchen unternimmt viel mit seinem Großvater, sie schauen den Zügen nach, sie gehen in den Zoo, sie arbeiten im Garten, sie kaufen einen Strohhut, sie besuchen einen kranken Freund, sie gehen zu einer Beerdigung. Stets kommentiert der Großvater die Unternehmungen mit der Floskel „zum letzten Mal“. Dem setzt das kleine Mädchen ihre Erfahrung „Einmal ist immer das erste Mal“ entgegen und bringt dem alten Herrn das Schwimmen bei. Diese Geschichte voller Weisheit und Lebensfreude wird in wenigen Sätzen und seitenübergreifenden querformatigen Bildern mit klaren Konturen und bewegten Figuren kongenial erzählt.
Das klug komponierte Buch über die Begegnung von Jung und Alt wird Kinder ab 5 Jahren interessieren und alle Großeltern beglücken.


 Zum Taufen nimmt man Wasser ohne Seife

Als kleiner Bruder hat man es schwer, aber zum Glück kommt noch Florians ersehnte kleine Schwester. Jetzt sind sie vier: Anne, Olivia, Florian und Sophie. Florian will Sophie beschützen. Er will freundlich zu ihr sein und will sie zum Lachen bringen. Bald soll Sophie getauft werden. Florian mag es gar nicht, wenn ihm die Haare gewaschen werden. Und als Anne behauptet, die Taufe würde mit Seifenwasser vollzogen, ist es mit Florians Freude auf das Fest aus. Als die Gäste kommen, ist auch sein Patenonkel Jakob dabei. Der sieht, dass Florian Kummer hat und kann ihm helfen. Bei einem Gespräch im Garten stellt er zunächst klar, dass keine Seife im Taufwasser ist. Beim Gottesdienst später versichert er ihm, dass er immer für ihn da ist. Als die Taufe vollzogen wird, schläft Sophie friedlich weiter und lächelt ein bisschen. Später beim Fest geht es hoch her und allen geht es gut.

Ein schönes Bilderbuch zum Ansehen und Vorlesen, zum Nachfragen und Nachdenken. Geeignet zur Vorbereitung auf die Taufe, aber auch zum späteren Erinnern und Vertiefen des Erlebten. Die Bedeutung der Taufe, des Wassers, des Segens, der Paten und der Taufkerze werden lebensnah und einfach erklärt. Ein Buch, das Lust und Mut zur Taufe macht. Schön!


 Akim rennt

Zu Herzen gehendes Bilderbuch über einen kleinen Jungen auf der Flucht vor dem Krieg.

Mit einfühlsamen Zeichnungen im Stil von Bleistiftskizzen erzählt das Bilderbuch die Geschichte von Akim, dessen Dorf vom Krieg zerstört wird. Nur auf wenigen der 96 Seiten des Buches beschreibt ein kurzer Text das Geschehen. Zentral sind die Zeichnungen, die die Erlebnisse Akims und die Gefühle der Menschen darstellen. Angst, die Suche nach Geborgenheit, Gefahr durch Soldaten, Hunger - erschließen sich durch die Bilder sofort auch kleinen Kindern. Das Buch sollte gemeinsam angeschaut werden, in einem intensiven Prozess des Erzählens und des Begreifens, der Sympathie für das Schicksal von Kindern wie Akim weckt. Die Handlung ist schnell erzählt: Der kleine Junge spielt wie alle anderen Kinder am Fluss, als Flugzeuge sein Dorf bombardieren und er um sein Leben rennt. Sein Zuhause ist zerstört, die Mutter verschwunden. Andere Menschen helfen ihm, doch es ist ein gefahrvoller Weg voller Unsicherheit und Angst bis er am Ende des Buches seine Mutter in einem Flüchtlingslager wiederfindet.

In der aktuellen politischen Situation ist dieses Buch eine große Hilfe, um Verständnis für das Schicksal von Flüchtlingen zu wecken. Für Kinder ab 6 J.